Schwere Wunde beim Pferd nach Weideunfall: dokumentierter Heilungsverlauf
Eine schwere offene Wunde beim Pferd ist für jeden Halter eine belastende Situation. Dieser Anwendungsbericht zeigt den dokumentierten Heilungsverlauf eines Pferdes nach einem schweren Weideunfall am Hinterbein und gibt Einblick in die konsequente Wundversorgung über mehrere Monate.
Im Oktober 2025 zog sich ein Pferd bei einem Weideunfall am rechten Hinterbein eine tiefe Verletzung zu. Die Wunde war stark verunreinigt, bereits älter und konnte nicht mehr genäht werden. Über mehrere Monate wurde der Heilungsverlauf fotografisch festgehalten. Die Bilder zeigen eindrucksvoll, wie sich aus einer schweren offenen Wunde Schritt für Schritt ein stabiler Heilungsverlauf entwickeln konnte.
Der Ausgangspunkt: schwere Verletzung am Hinterbein
Am 7. Oktober 2025 verletzte sich das Pferd auf der Weide schwer am rechten Hinterbein. Es war durch den Zaun gebrochen und zog sich dabei eine tiefe Schnittverletzung zu. Als die Verletzung bemerkt wurde, war sie bereits älter und konnte nicht mehr genäht werden.
Die Wunde war massiv angeschwollen, stark verunreinigt, die Hautschichten waren durchtrennt und empfindliche Strukturen lagen frei. Schon die ersten Bilder zeigen sehr deutlich, wie gravierend die Verletzung war. In dieser Phase war klar, dass die Heilung nur mit viel Geduld, einer konsequenten täglichen Versorgung und einem sauberen Wundmanagement gelingen konnte.
Die erste Versorgung
Zunächst wurde die Wunde tierärztlich mit Salbe und trockenem Polsterverband versorgt. Zusätzlich erhielt das Pferd Antibiotikum und Schmerzmittel. Diese erste Versorgung stabilisierte die akute Situation.
Im weiteren Verlauf wurde die Wundbehandlung neu bewertet und gezielt angepasst. Ab diesem Zeitpunkt stand nicht mehr nur das Abdecken der Wunde im Vordergrund, sondern eine strukturierte Versorgung mit Reinigung, Schutz und begleitender Pflege.
Umstellung auf eine strukturierte Wundversorgung
Ab dem 18. Oktober begann die dokumentierte Versorgung mit Produkten und Verbandsmethoden, die auf eine saubere Reinigung und eine möglichst schonende Begleitung der Heilung ausgerichtet waren.
Für die intensive Reinigung wurde Medilusan® Wundpflege mit Durchstechstopfen – Reinigung und Desinfektion – 1000ml als Spüllösung eingesetzt. Dadurch konnten Verschmutzungen gelöst und verklebte Haarbereiche vorsichtig entfernt werden, ohne die Wunde unnötig zusätzlich zu belasten.
Anschließend wurde ein Angussverband mit Equimoll, Spüllösung und Flexbinde angelegt. So ließ sich die Wunde täglich reinigen, ohne dass das Material an der empfindlichen Wundfläche festklebte.
Begleitend erhielt das Pferd über das Futter Equivet® Skin+Hoof Zink – bei Zinkmangel – 800g zur Unterstützung von Haut und Regeneration.
Der Heilungsverlauf im Bild
Die Fotodokumentation zeigt sehr klar, wie sich die Wunde über Wochen und Monate verändert hat.
Die Bilder aus dem Oktober und frühen November zeigen eine sehr große offene Wundfläche mit stark beanspruchtem Gewebe. Trotz der Schwere der Verletzung ist bereits zu erkennen, dass die Wunde sauberer wird und sich allmählich stabilisiert.
Die Aufnahmen aus der zweiten Novemberhälfte dokumentieren, dass sich die Wundfläche zunehmend strukturiert. Das Gewebe wirkt gleichmäßiger, die Ränder erscheinen ruhiger und die Wunde beginnt sich sichtbar zu verkleinern.
Im Dezember wird deutlich, dass die offene Fläche schmaler wird und die Wundränder sich weiter annähern. Der Heilungsverlauf wirkt insgesamt kontrollierter.
Die späteren Bilder aus Januar und März zeigen schließlich eine geschlossene Wunde, deutlich beruhigtes Gewebe und sichtbaren Fellnachwuchs. Gerade diese Entwicklung macht den langen, aber erfolgreichen Heilungsverlauf nachvollziehbar.
Die weitere Versorgung
Nachdem die Wunde sauber war und die eigentliche Heilungsphase beginnen konnte, wurde auf einen trockenen Verband umgestellt. Die tägliche Pflege bestand nun aus Reinigung, vorsichtigem Abtupfen und anschließendem Schutz der Wundfläche.
Hierfür wurde Medilusan® Wundpflege – Reinigung und Desinfektion – 250ml als Sprühlösung verwendet. Für den anschließenden Wundschutz kam Medilusan® Vet Wundgel für den Wundschutz – 100 ml zum Einsatz.
Im weiteren Verlauf wurde auch die Verbandstechnik angepasst. Zusätzlich kamen Snögg Animal Care Thick Foam Bandage und Snögg Animal Care Foam Bandage adhesive zum Einsatz, um die Wunde geschützt und gleichzeitig möglichst günstig für die Heilung zu versorgen.
Pflege der Haut in der späteren Heilungsphase
Mit zunehmendem Wundverschluss rückte auch die Pflege der umliegenden Haut stärker in den Fokus. Gerade bei langen Heilungsverläufen sind Wundränder und angrenzende Haut oft trocken, empfindlich und mechanisch belastet.
Ab dem 20. Dezember wurden die trockenen Wundränder zusätzlich mit Medilusan® Vet Skin Repair gepflegt. So konnte die Regeneration der Haut weiter begleitet und die Nachpflege gezielt unterstützt werden.
Das Ergebnis
Am 10. Januar 2026 war die Wunde vollständig verschlossen. Danach wurde das Bein weiter gepflegt und geschützt. Ab dem 5. März lief das Pferd bereits ohne zusätzlichen Schutz am Bein.
Auf den letzten Bildern ist deutlich zu sehen, wie gut sich das Gewebe entwickelt hat. Das Fell ist sehr schön nachgewachsen, das Bein wirkt stabil und das Pferd läuft wieder gut. Aus einer schweren, tiefen und stark verunreinigten Verletzung entwickelte sich durch konsequente Versorgung ein stabiler Heilungsverlauf.
Fazit
Dieser Anwendungsbericht zeigt den realen Heilungsverlauf nach einer schweren Weideverletzung beim Pferd. Die Ausgangslage war ernst, der Weg lang und die Versorgung aufwendig. Gerade deshalb ist das Ergebnis so aussagekräftig.
Die dokumentierten Fotos machen deutlich, wie wichtig bei einer offenen Wunde am Pferdebein eine saubere Reinigung, eine phasengerechte Versorgung, passende Verbandmaterialien und eine konsequente tägliche Pflege sind.
Zum Einsatz kamen in diesem Fall unter anderem:
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- Breitbandwirkung: Beseitigt effektiv Keime durch ein spezielles Oxidationsverfahren.
- Krustenlöser: Hervorragend zum Lösen von Verkrustungen und Verschorfungen, besonders bei Mauke oder Raspe.
- Hautregeneration: Fördert das Zellwachstum und das Granulationsverhalten der Wunde, unterstützt die Aufrechterhaltung der natürlichen Wundfeuchte.
- Hautfreundlich: Die gut verträgliche Lösung reizt auch bei längerer Anwendung nicht die Haut.
- Anwendung: Täglich auf die betroffene Stelle auftragen, um Krusten zu lösen und die Wundpflege zu optimieren. Die Lösung bildet eine schützende Barriere, die Schmutz und Keime fernhält und das Wundmilieu verbessert.


