Anwendungsbericht: Wundversorgung beim Pferd nach vermuteter Zaunverletzung

Eine Wunde beim Pferd entsteht oft schneller, als man sie bemerkt. Auf der Koppel, am Zaun oder im Stall reicht manchmal ein kurzer Moment – und plötzlich ist eine Hautverletzung da, bei der man nicht genau weiß, wann und wie sie passiert ist.

So war es auch in diesem Fall. Die Besitzerin vermutete, dass ihr Pferd am Zaun hängen geblieben war. Als die Wunde entdeckt wurde, sahen die Wundränder bereits älter aus. Ein Nähen kam deshalb nicht mehr infrage.

Stattdessen ging es darum, die Wunde sauber zu versorgen, vor Verunreinigungen zu schützen und den Heilungsverlauf genau zu beobachten.

Die Ausgangssituation: Wunde entdeckt, Nähen nicht mehr möglich

Die genaue Ursache der Verletzung konnte nicht sicher festgestellt werden. Vermutlich hatte sich das Pferd am Zaun verletzt. Da die Wundränder bereits nicht mehr frisch wirkten, wurde ein Nähen ausgeschlossen.

Gerade bei solchen Wunden ist eine strukturierte Versorgung wichtig. Denn wenn eine Verletzung nicht direkt nach dem Entstehen entdeckt wird, steht nicht mehr der Wundverschluss durch Nähen im Vordergrund, sondern die saubere Wundpflege und der Schutz der betroffenen Stelle.

Auf Empfehlung kamen Produkte von Medilutions.Vet zum Einsatz:

Medilusan® Wundpflege – Reinigung und Desinfektion
zur gründlichen Reinigung der Wunde,

Medilusan® Vet Wundgel für den Wundschutz
zur weiteren Versorgung und zum Schutz der betroffenen Hautstelle,

sowie Snögg Animal Soft / Snögg Animal Care Foam Bandage adhesive
als temporäre Abdeckung und schützendes Polster.

So wurde die Wunde versorgt

Zu Beginn wurde die Wunde gründlich mit Medilusan® Wundpflege – Reinigung und Desinfektion gereinigt. Anschließend wurde Medilusan® Vet Wundgel für den Wundschutz aufgetragen.

Für die ersten 24 Stunden wurde die Stelle zusätzlich mit einer Snögg-Schaumpolster-Lösung geschützt. Das war besonders sinnvoll, weil Pferdewunden im Alltag schnell wieder mit Schmutz, Einstreu, Staub oder Erde in Kontakt kommen können.

In den ersten drei bis vier Tagen wurde die Wunde weiterhin regelmäßig ausgespült. Danach wurde erneut Medilusan® Vet Wundgel für den Wundschutz aufgetragen.

Im weiteren Verlauf wurde die Wunde nur noch dann erneut gereinigt, wenn sichtbare Verunreinigungen auftraten. Ansonsten stand die Versorgung mit dem Wundgel im Vordergrund.

Der Heilungsverlauf

Die Besitzerin kontrollierte die Wunde täglich und versorgte sie konsequent weiter. Ab dem 15. Tag, dem 21.08., war die Wunde nach ihrer Einschätzung so weit verschlossen, dass keine weitere Anwendung von Reinigungslösung oder Wundgel mehr nötig war.

Danach konnte die Stelle selbstständig weiter zuwachsen.

Heute ist von der Verletzung kaum noch etwas zu erkennen. Nur wer genau weiß, wo die Wunde war, kann die Stelle noch erahnen.

Die Erfahrung der Besitzerin

Für die Besitzerin war der Verlauf sehr überzeugend. Besonders wichtig war für sie, direkt etwas zur Hand zu haben, womit sie die Wunde reinigen, versorgen und schützen konnte.

Ihr Fazit:

„Mittlerweile ist die Stelle nicht mehr zu erkennen, außer man kennt sie. Seitdem sind beide Mittel fester Bestandteil unserer Stallapotheke.“

Warum dieser Fall zeigt, wie wichtig eine gute Stallapotheke ist

Wunden beim Pferd gehören leider zum Alltag. Eine kleine Verletzung am Zaun, eine Schürfwunde auf der Koppel oder eine offene Stelle am Bein kann schnell entstehen. Entscheidend ist dann, ruhig zu bleiben und die Wunde sauber zu beurteilen.

Eine gut ausgestattete Stallapotheke ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Sie hilft aber dabei, sofort reagieren zu können, besonders wenn eine Wunde gereinigt, vor Schmutz geschützt und in den ersten Tagen sorgfältig beobachtet werden muss.

In diesem Fall haben sich besonders bewährt:

 

Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?

Nicht jede Wunde am Pferd kann oder sollte selbst versorgt werden. Ein Tierarzt sollte immer hinzugezogen werden, wenn die Wunde tief ist, stark blutet, stark verschmutzt ist oder sich in der Nähe eines Gelenks befindet.

Auch bei Lahmheit, deutlicher Schwellung, Fieber, Schmerzen, unangenehmem Geruch oder wenn sich die Wunde nicht wie erwartet entwickelt, sollte die Verletzung tierärztlich abgeklärt werden.

Dieser Bericht zeigt einen individuellen Erfahrungsfall. Er ersetzt keine tierärztliche Diagnose, macht aber deutlich, wie wertvoll eine saubere, konsequente Wundversorgung und eine gut ausgestattete Stallapotheke im Pferdealltag sein können.